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Aus Mexiko

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Menschen

Ein deutscher Meisterspion in der mexikanischen Revolution

Auswahl_012Seit jeher ist Mexiko ein lockendes Ziel für Abenteurer, natürlich auch aus Deutschland. Einer davon war Felix Sommerfeld, der vor dem Ersten Weltkrieg vom Goldsucher zum wichtigsten deutschen Geheimagenten in Nordamerika wurde und an der Seite von Francisco I. Madero und Pancho Villa in der mexikanischen Revolution mitmischte. Agenten sind von Berufs wegen schwer zu fassen; in seinem Buch Im Schatten der Öffentlichkeit unternimmt Heribert von Feilitzsch den Versuch, das filmreife Leben des Meisterspions zu rekonstruieren.

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Der Maler des Viertels

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Alfredo Vilchis aus dem Viertel La Lagunilla im Zentrum von Mexiko-Stadt ist Maler von retablos. Nicht von großen Altarbildern, wie sie den Innenraum von Kirchen schmücken, sondern von kleinen, auf kleinen Blechen gemalten Votivbildern, die in den Häusern oder draußen auf den Fluren der Wallfahrtskirchen hängen, und mit denen die Armen ihren Heiligen für Wunder danken. Seine Bilder sind Teil einer ganz eigenen Volkskunst. Weiterlesen „Der Maler des Viertels“

Paul Westheim und die Kunst Alt-Mexikos

guacamayaAls ich das Glück hatte, nach Mexiko zu kommen und die Meisterwerke der altmexikanischen Kunst an Ort und Stelle sehen zu können, suchte ich nach einem Werk, das eine Einführung in dieses Kunstschaffen aus seinen geistigen und schöpferischen Voraussetzungen heraus geboten hätte. Aber das, was ich suchte: Ein Ästhetik des altmexikanischen Kunstschaffens, fand ich nicht. Also entschloss ich mich, es selbst zu schreiben.
(Paul Westheim, Vorwort zu Die Kunst Alt-Mexikos.) Weiterlesen „Paul Westheim und die Kunst Alt-Mexikos“

Mexiko-Lexikon: Tú y Usted

Auswahl_029Im Deutschen ist die Sache mit dem Sie und Du glasklar: Wir siezen uns, bis Sie mir eines Abends unter dem Tresen vertraulich zuzwinkern und lallen: »Ich bin übrigens der Alfred.« Dann stoßen wir an und besiegeln eine Blutsbrüderschaft fürs ganze Leben. Zugegeben, auch im Deutschen ist die Sache mit dem Du heute gleichzeitig entspannter und unklarer geworden. Aber so undurchschaubar wie in Mexiko wird es wohl nie werden.

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Die Königin von Mexiko

Auswahl_004Der 12. Dezember ist der Tag Unserer Lieben Frau von Guadalupe – vielleicht der eigentliche mexikanische Nationalfeiertag. Während der ersten beiden Dezemberwochen wird vor ihren Kirchen gefeiert, und aus dem ganzen Land brechen die Pilger zu ihrem Heiligtum auf, der Basilica de Guadalupe in Mexiko-Stadt. Die „Vírgen de Guadalupe“ ist allgegenwärtig in Mexiko – gelegentlich auf unerwartet fröhliche Weise. Die bunten „Virgencitas“ der Designerin Amparo Serrano schmücken Handyhüllen, Gürtelschnallen, Ketten, USB-Sticks – ihre Fantasie scheint keine Grenzen zu kennen.

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El otro lado

„Früher habe ich Teller gespült, heute bin ich dishwasher.“ Das ist das etwas typischere Los der mexikanischen Migranten in die USA, wie sie ist dieser Dokumentarfilm zeigt.

Mexicanos en Alemania

Die Geschichten von Migranten sind immer auch ein Spiegel des Landes, in das sie kommen. Deshalb finde ich die Geschichte von Citlali und Eduardo, zwei Mexikanern in Berlin, gleich doppelt interessant.

Die anderen Mexikaner

Mexikaner sind tief in ihrer Heimat, ihrer Kultur, ihren Familien verwurzelt und verlassen ihr Land nur ungern. Wenn sie gehen, nehmen sie ihr Land mit. Die Serie Los otros Mexicanos stellt Mexikaner vor, die in die USA ausgewandert sind. Es sind Erfolgsgeschichten von Musikern, Köchen, Kleinunternehmern, Radiomoderatoren — nicht unbedingt repräsentativ für das, was Mexikaner im Nachbarland erleben, aber deshalb nicht weniger interessant. Diese Folge erzählt die Geschichte von Félix Sánchez, der mittellos und ohne ein Wort Englisch nach New York City kam, die klassischen Teller wusch und irgendwann eine Tortillabäckerei eröffnete. Andere Folgen erzählen Weiterlesen „Die anderen Mexikaner“

Die andere Seite der Migration

EllenCalmus mit einer Migrantenfamilie aus Malinalco
Wenn über Migration gesprochen wird — und es wird sehr viel darüber gesprochen —, dann fast ausschließlich aus Sicht der Zielländer. Dabei hat die Migration auch gewaltige Auswirkungen auf die Herkunftsländer der Migranten. Auch in Malinalco, das Sie vielleicht aus meinem Buch kennen.

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Reisetipps: Was gibt man so?

Auswahl_007Eine Bekannte aus Deutschland meinte neulich, sie hätte gern ein paar Kleinigkeiten gewusst, ehe sie nach Mexiko kam. Zum Beispiel die Sache mit dem Trinkgeld. Wie viel gibt man? Hier ein paar Tipps. Weiterlesen „Reisetipps: Was gibt man so?“

Landschaft in klarem Licht

Anna Seghers in Mexiko

anna-seghers.v01Der allabendliche Wolkenbruch ist zu Ende, aus dem schwarzen Himmel fallen die letzten Tropfen. Die nassen, anthrazitfarbenen Pflastersteine schlucken das gelbe Licht der wenigen Straßenlaternen am Paseo de la Reforma. In der Nähe des riesigen Verkehrskreisels mit der neuen Statue der römischen Jagdgöttin Diana huscht eine etwa vierzigjährige Frau mit streng zurückgebundenem Haar zwischen den Schatten der Bäume hervor und eilt hinaus auf die Straße. Plötzlich hört sie neben sich ein Brüllen und sieht aus dem Nichts zwei runde Lichter auftauchen. Sie fühlt, wie etwas sie hart am Bein trifft. Sie wird emporgerissen und spürt einen heftigen Schlag gegen die Hüfte, dann wirbelt sie durch die Luft, ihr Körper verdreht wie ein Stoffpüppchen. Hart schlägt sie mit dem Kopf auf, dann stürzt sie durch das Pflaster hindurch in die Tiefe der Nacht.

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Mexiko-Lexikon: Spitznamen

charro1Wenn Drogenbosse verhaftet werden, weiß die ausländische Presse oft nicht, was sie mit dem apodo, dem sonderbaren Spitznamen machen soll. Er wird in Anführungszeichen gesetzt und dann stellt man ihn mal vor den Namen („El Chapo“, mit bürgerlichem Namen Joaquín Guzmán) dahinter (Joaquín Guzmán alias „El Chapo“), oder man mixt ihn irgendwie zwischen rein (Joaquín „El Chapo“ Guzmán). Aber in Mexiko heißt er einfach nur el Chapo, der Kurze, denn mit Joaquín Guzmán Loera kann niemand etwas anfangen. So geht es allen anderen Drogenbossen: Edgar Valdez Villarreal kannte niemand, aber vor „La Barbie“ („die Bärtige“) zitterten alle. Die Presse berichtet nicht über Servando Gómez Martínez, sondern über „la Tuta“, über „el Grande“, „el Zeta 42“, „el H“, oder „el Viceroy“. Sogar die Polizei fragt bei der Feststellung der Personalien nach dem apodo. Weiterlesen „Mexiko-Lexikon: Spitznamen“

Der unglaubliche Doktor Avilés

Auswahl_015von J.M. Servín.

Auf dem Gehsteig der República de El Salvador, zwischen 5 de Febrero und Isabel la Católica, befindet sich eine ambulante Klinik von Heilern und Kräuterhändlern, die vor den Apotheken ihre Stände aufbauen. Vor dem Haus mit der Nummer 91 öffnet von Montag bis Samstag Professor Avilés seine ambulante Praxis. Der etwa achtzigjährige Herr mit schwarz gefärbten Haaren, speckigem blauem Anzug, gelber Krawatte mit Nadel und dunkler Brille ist kein geringerer als der Dekan der aztekisch-chinesischen Medizin.

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Ich habe nie eine Melone gemalt

LC31Eines Morgens standen gesichtslose und verhüllte Gestalten auf der Avenida Reforma von Mexiko-Stadt, Schamanen mit gehörnten Masken stellten sich den Passanten in den Weg und Krokodilsjunge ruderten auf ihrer Mutter die Straße hinunter. Menschliche Körper formten eine Bank, die nicht zum Sitzen einlud, und Fantasmen ohne Blick reckten ihre langen Finger nach den Vorübergehenden. Es waren Skulpturen der surrealistischen Künstlerin Leonora Carrington, die in den folgenden Monaten im ganzen Land gezeigt wurden.

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