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Aus Mexiko

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Migration

Augen auf beim Wohnungskauf

Neulich riefen mich zwei deutsche Freunde aus Mexiko-Stadt an. Sie standen kurz davor, eine Wohnung in Coyoacán zu kaufen und waren sich sogar schon mit dem Verkäufer einig geworden, hatten dann aber kalte Füße bekommen. Sie hatten gehört, es sei so schwierig, in Mexiko eine Wohnung zu kaufen, und baten mich um meine Meinung.

In Wirklichkeit ist der Kauf eines Hauses, einer Wohnung oder eines Grundstücks in Mexiko gar nicht so kompliziert — man muss aber ein paar Dinge beachten.

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Paul Westheim und die Kunst Alt-Mexikos

Als ich das Glück hatte, nach Mexiko zu kommen und die Meisterwerke der altmexikanischen Kunst an Ort und Stelle sehen zu können, suchte ich nach einem Werk, das eine Einführung in dieses Kunstschaffen aus seinen geistigen und schöpferischen Voraussetzungen heraus geboten hätte. Aber das, was ich suchte: Ein Ästhetik des altmexikanischen Kunstschaffens, fand ich nicht. Also entschloss ich mich, es selbst zu schreiben.
(Paul Westheim, Vorwort zu Die Kunst Alt-Mexikos.) Weiterlesen „Paul Westheim und die Kunst Alt-Mexikos“

Lied der Migranten

Es soll keiner meinen, die Mexikaner gingen in den Norden, weil es dort so schön ist. Schlechtes Wetter — gehetzte Menschen — trostlose Städte — Einsamkeit — nur Arbeit, Arbeit, Arbeit — von der Ausbeutung und Fremdenfeindlichkeit ganz schweigen… Viele wollen sich nur ein paar Dollar verdienen, um ein Auto zu kaufen oder das Startkapital für eine Familie aufzubauen, und möglichst schnell wieder zurück in die Heimat. Aber weil das Leben in Atlanta oder Chicago viel schwerer ist als gedacht, bleiben sie am Ende oft viele Jahre. Die „Canción Mixteca“ (1915) von José López Alavez, hier in der Version der Opernsängerin Patricia Trujano Granados, ist so etwas wie die Hymne der Mexikaner, vor allem der Oaxaqueños, in der Fremde.

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El otro lado

„Früher habe ich Teller gespült, heute bin ich dishwasher.“ Das ist das etwas typischere Los der mexikanischen Migranten in die USA, wie sie ist dieser Dokumentarfilm zeigt.

Mexicanos en Alemania

Die Geschichten von Migranten sind immer auch ein Spiegel des Landes, in das sie kommen. Deshalb finde ich die Geschichte von Citlali und Eduardo, zwei Mexikanern in Berlin, gleich doppelt interessant.

Die anderen Mexikaner

Mexikaner sind tief in ihrer Heimat, ihrer Kultur, ihren Familien verwurzelt und verlassen ihr Land nur ungern. Wenn sie gehen, nehmen sie ihr Land mit. Die Serie Los otros Mexicanos stellt Mexikaner vor, die in die USA ausgewandert sind. Es sind Erfolgsgeschichten von Musikern, Köchen, Kleinunternehmern, Radiomoderatoren — nicht unbedingt repräsentativ für das, was Mexikaner im Nachbarland erleben, aber deshalb nicht weniger interessant. Diese Folge erzählt die Geschichte von Félix Sánchez, der mittellos und ohne ein Wort Englisch nach New York City kam, die klassischen Teller wusch und irgendwann eine Tortillabäckerei eröffnete. Andere Folgen erzählen Weiterlesen „Die anderen Mexikaner“

Die andere Seite der Migration

EllenCalmus mit einer Migrantenfamilie aus Malinalco
Wenn über Migration gesprochen wird — und es wird sehr viel darüber gesprochen —, dann fast ausschließlich aus Sicht der Zielländer. Dabei hat die Migration auch gewaltige Auswirkungen auf die Herkunftsländer der Migranten. Auch in Malinalco, das Sie vielleicht aus meinem Buch kennen.

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Anna Seghers in Mexiko

anna-seghers.v01Der allabendliche Wolkenbruch ist zu Ende, aus dem schwarzen Himmel fallen die letzten Tropfen. Die nassen, anthrazitfarbenen Pflastersteine schlucken das gelbe Licht der wenigen Straßenlaternen am Paseo de la Reforma. In der Nähe des riesigen Verkehrskreisels mit der neuen Statue der römischen Jagdgöttin Diana huscht eine etwa vierzigjährige Frau mit streng zurückgebundenem Haar zwischen den Schatten der Bäume hervor und eilt hinaus auf die Straße. Plötzlich hört sie neben sich ein Brüllen und sieht aus dem Nichts zwei runde Lichter auftauchen. Sie fühlt, wie etwas sie hart am Bein trifft. Sie wird emporgerissen und spürt einen heftigen Schlag gegen die Hüfte, dann wirbelt sie durch die Luft, ihr Körper verdreht wie ein Stoffpüppchen. Hart schlägt sie mit dem Kopf auf, dann stürzt sie durch das Pflaster hindurch in die Tiefe der Nacht.

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Flucht nach Mexiko

SchiffEs ist vermutlich Zufall, dass das Deutsch-Mexikanische Jahr ausgerechnet auf das Jahr 2016 gelegt wurde. Und das obwohl man sich in diesem Jahr tatsächlich an einen ganz besonderen Moment in der Beziehung beider Länder erinnern könnte: Vor gut 75 Jahren, im Frühsommer 1941, nahm Mexiko nämlich die ersten deutschen Weltkriegsflüchtlinge auf. Weiterlesen „Flucht nach Mexiko“

Deutsche in Mexiko

In Mexiko leben rund 2 Millionen Deutschstämmige und es gibt mehr als 500 deutsche Unternehmen im Land. Dieser kurze Dokumentarfilm von Canal Once skizziert ihre Geschichte.

Ich habe nie eine Melone gemalt

LC31Eines Morgens standen gesichtslose und verhüllte Gestalten auf der Avenida Reforma von Mexiko-Stadt, Schamanen mit gehörnten Masken stellten sich den Passanten in den Weg und Krokodilsjunge ruderten auf ihrer Mutter die Straße hinunter. Menschliche Körper formten eine Bank, die nicht zum Sitzen einlud, und Fantasmen ohne Blick reckten ihre langen Finger nach den Vorübergehenden. Es waren Skulpturen der surrealistischen Künstlerin Leonora Carrington, die in den folgenden Monaten im ganzen Land gezeigt wurden.

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Entdeckungen in Mexiko

atl6Am Nachmittag sah ich Steine aus dem Krater fliegen, die sich unterwegs aus der Rauchsäule lösten und in alle Himmelsrichtungen absprangen. Vom Abenddämmer an aber sind es Feuerblöcke. Sie fahren dem Sternbild des Orion zu, und einen Augenblick lang scheinen sie ihm anzugehören. Ist dieser Augenblick vergangen, dann blitzen sie sternschnuppenartig auf den Berg hernieder, den vor ihnen andere Feuerblöcke geschaffen haben. Viele der Sternsteine fallen in den Krater zurück, andere auf den Gipfel des Bergkegels und kullern und purzeln von dort herab. Als wäre die Basis des Bergkegels in 360 Grad eingeteilt, rollt zu jedem Grad von der Spitze eine goldene Strähne, dreihundertsechzig Lawinen aus flüssigem Gold. Der Berg wird durchsichtig.

Egon Erwin Kisch, Entdeckungen in Mexiko

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