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Aus Mexiko

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Ein Länderporträt

Nicht nur zur Weihnachtszeit

Weihnachten und Advent werden natürlich im ganzen Land ausgiebig gefeiert, aber nirgends mehr als in Xochimilco im Süden von Mexiko-Stadt. Hier ufern die Feiern derart aus, dass man  das Wort „Weihnachten“ neu definieren müsste.

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Land der Träume

jag2„Mexiko ist ein Traumland… Wer auch nur ein bisschen sensibel ist, spürt das Element des Traums, das mit der Textur der mexikanischen Realität verwoben ist“, schreibt Alejandro Jodorowsky. Wenn der chilenische Filmemacher Mexiko als Traumland bezeichnete, meinte er damit kein Urlaubsparadies, sondern die Tatsache, dass die Mexikaner „das Unbewusste auf der Haut tragen“. Das bezieht sich vor allem auf ihren Glauben an Zauberei und Magie: In jedem Dorf gibt es Heilerinnen, auf jedem Markt Zaubereibedarf, und bis heute gehen viele lieber zum Schamanen als zum Arzt.

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Mexiko-Lexikon: El folio

Tu folio?“ fragt der Riese hinter dem Schalter und klimpert mit seinen Mädchenwimpern.

Folio? Ich sehe Lulú an.

„Die Bearbeitungsnummer. Steht auf deinem Antragsformular.“

Ich klappe die Mappe mit den Unterlagen für die Migra, die berüchtigte Ausländerbehörde auf. Vor drei Wochen war ich schon einmal da und habe meinen Antrag auf eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis eingereicht. Gestern habe ich einen Brief bekommen, dass ich meinen Bescheid abholen kann. Zum Glück habe ich eine Kopie des Antrags dabei. Ich hole sie aus der Mappe und zeige dem Beamten die Nummer.

„Ah“, sagt der Riese. „Das ist deine Eingangsnummer. Ich brauche die Ausgangsnummer.“

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Mexiko-Lexikon: Tú y Usted

Im Deutschen ist die Sache mit dem Sie und Du glasklar: Wir siezen uns, bis Sie mir eines Abends unter dem Tresen vertraulich zuzwinkern und lallen: »Ich bin übrigens der Alfred.« Dann stoßen wir an und besiegeln eine Blutsbrüderschaft fürs ganze Leben. Zugegeben, auch im Deutschen ist die Sache mit dem Du heute gleichzeitig entspannter und unklarer geworden. Aber so undurchschaubar wie in Mexiko wird es wohl nie werden.

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Lucha Libre

„Wenn Du in den Ring steigst, weiß du nie, was passiert — ob du unverletzt rauskommst, oder ob du im Leichenschauhaus landest.“ (Blu Panter)

„Lucha Libre ist Therapie, Katarsis. Du lässt alles raus, was sich in dir angestaut hat und was du unterdrückt hast.“ (Dos Caras, Luchador)

„Wenn Blu Panter auf seinen Gegner einschlägt, dann ist das nicht Blu Panter, sondern dann bin ich das, der auf seinen Chef, seinen Mitschüler oder seinen Schwiegervater einschlägt. Die Zuschauer versetzen sich in die Rolle des Luchadors und deshalb erkennen sie sich selbst nicht wieder.“ (Julio Cesar Rivera, Journalist)

Doris Dörrie hat in der →ZEIT einen Abend in der Arena México beschrieben.

Zum nächsten Fußballabend: Guacamole

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2 reife Avokados
Saft einer halben Zitrone
Zwiebelwürfel al gusto
gehackte Korianderblätter (so vorhanden)
gehackte Chilischote (so vorhanden)
Salz

Avokado und Zutaten mit einer Gabel zermatschen. Das Ganze auf Tostadas, dazu ein kaltes Bier. Prost!

Aztekenkick

Auswahl_007Die Mexikaner sind in ihrer Fußballbegeisterung kaum zu bremsen. Mexiko war das erste Land, das die Fußball-WM zum zweiten Mal ausrichten durfte. 1970 wurden einige der größten Arenen der Welt errichtet, darunter das Estadio Azteca in Mexiko-Stadt mit 110.000 Sitzplätzen. Grund für diese Begeisterung könnte sein, dass in Mexiko schon länger Fußball gespielt wird als irgendwo sonst auf der Welt – nämlich seit dreieinhalb Jahrtausenden.

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Las mañanitas

Für alle, die heute Geburtstag haben, das mexikanische Geburtstagsständchen „Las mañanitas“. Und für alle anderen auch. Diese Version singt Pedro Infante im Film La Tercera Palabra (1955). Und für alle, die statt des ewigen „Happy Birthday“ mal was anderes singen wollen, hier der Text: Weiterlesen „Las mañanitas“

Querida Vecindad

nurronEin legendärer mexikanischer Comic war La Familia Burrón von Gabriel Vargas (1915-2010), der 1948 an die Kiosks kam. Doña Borola Tacuche de Burrón und Don Regino Burrón leben mit ihren Kindern Regino (El Tejocote), Macuca (La Pecocha), Fóforo und ihrem Hund Wilson in einer Vecindad, doch hinter den harmlosen Geschichten verbirgt sich oft beißende Satire und Sozialkritik. Die Geschichten für das letzte Heftchen zeichnete Vargas noch kurz vor seinem Tod, und die alten Nummern werden bis heute immer wieder nachgedruckt und in Sammelbänden herausgegeben.

Die Königin von Mexiko

Auswahl_004Der 12. Dezember ist der Tag Unserer Lieben Frau von Guadalupe – vielleicht der eigentliche mexikanische Nationalfeiertag. Während der ersten beiden Dezemberwochen wird vor ihren Kirchen gefeiert, und aus dem ganzen Land brechen die Pilger zu ihrem Heiligtum auf, der Basilica de Guadalupe in Mexiko-Stadt. Die „Vírgen de Guadalupe“ ist allgegenwärtig in Mexiko – gelegentlich auf unerwartet fröhliche Weise. Die bunten „Virgencitas“ der Designerin Amparo Serrano schmücken Handyhüllen, Gürtelschnallen, Ketten, USB-Sticks – ihre Fantasie scheint keine Grenzen zu kennen.

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Zum Jahrestag der mexikanischen Revolution

Am 20. November wird der Jahrestag der Revolution begangen. Das Video des US-Fernsehsenders PBS ist mit einer Prise Salz zu genießen, doch es bietet einen interessanten ersten Überblick mit faszinierenden historischen Aufnahmen.

So fern von Gott

„Armes Mexiko — so fern von Gott, so nah an den USA“, sagte Porfirio Diaz vor mehr als hundert Jahren. Für manche sind aber auch die USA noch zu weit weg…

Hasta los Huesos

Zum Día de Muertos: Kurzfilm von René Castillo mit Eugenia Leóns Fassung von „La Llorona“.

Film: Desierto

Jetzt ist Desierto in Deutschland als DVD im Handel, der neue Film von Jonás und Alfonso Cuarón (den Machern von Gravity) mit Gael García Bernal und Jeffrey Dean Morgan in den Hauptrollen.

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Día de Muertos steht vor der Tür

Für Menschen aus Paris, New York oder London ist der Tod ein Wort, das man vermeidet, weil es einem die Lippen verbrennt. Der Mexikaner dagegen sucht, streichelt, foppt, feiert und vögelt ihn; er ist sein liebstes Spielzeug und seine treueste Geliebte. Vielleicht wird er ebenso von der Angst vor ihm gequält wie die anderen, aber er versteckt sich nicht vor ihm und verheimlicht ihn nicht, sondern sieht ihm mit Verachtung, Geduld oder Ironie ins Gesicht…
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