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Aus Mexiko

Willkommen!

CoverHier finden Sie Bilder, Filme, Musik, Rezepte, Texte und andere Schnipsel zu meinem Buch Mexiko. Ein Länderporträt.

Sie haben das Buch noch nicht? Sie können es zum Beispiel bei →Managementbuch oder bei  →Amazon bestellen, aber Sie bekommen es natürlich auch in jeder anderen Buchhandlung.

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Copyright © 2016 Jürgen Neubauer

Hervorgehobener Beitrag

Nicht nur zur Weihnachtszeit

Weihnachten und Advent werden natürlich im ganzen Land ausgiebig gefeiert, aber nirgends mehr als in Xochimilco im Süden von Mexiko-Stadt. Hier ufern die Feiern derart aus, dass man  das Wort „Weihnachten“ neu definieren müsste.

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Mexiko-Lexikon: El descaro

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Mein Freund Moi aus Xalapa hat kein Talent dafür, Politikerstimmen nachzuahmen, aber die quäkende Stimme von Javier Duarte bekommt er prima hin. Am Tag nachdem Duarte als Gouverneur von Veracruz zurückgetreten ist und sich aus dem Staub gemacht hat, sitzt er in seinem Buchladen an einem Tischchen und bläst die Backen auf. „Ich liebe Veracruz. Und es gibt viel zu tun“, schnarrt er. „Aber ich muss meinen Namen und meine Ehre von den infamen Lügen reinwaschen, und deswegen trete ich zurück.“ Moi verdreht die Augen. „Qué pinche descaro.“

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Lied der Migranten

Es soll keiner meinen, die Mexikaner gingen in den Norden, weil es dort so schön ist. Schlechtes Wetter — gehetzte Menschen — trostlose Städte — Einsamkeit — nur Arbeit, Arbeit, Arbeit — von der Ausbeutung und Fremdenfeindlichkeit ganz schweigen… Viele wollen sich nur ein paar Dollar verdienen, um ein Auto zu kaufen oder das Startkapital für eine Familie aufzubauen, und möglichst schnell wieder zurück in die Heimat. Aber weil das Leben in Atlanta oder Chicago viel schwerer ist als gedacht, bleiben sie am Ende oft viele Jahre. Die „Canción Mixteca“ (1915) von José López Alavez, hier in der Version der Opernsängerin Patricia Trujano Granados, ist so etwas wie die Hymne der Mexikaner, vor allem der Oaxaqueños, in der Fremde.

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Wasser

ist das große Problem von Mexiko-Stadt: Während der Regenzeit wird die Stadt überflutet, gleichzeitig wird das Wasser rationiert, und durch die Entnahme von Grundwasser versinkt die Stadt im Boden des einstigen Sees, auf dem sie erbaut wurde. Der Dokumentarfilm H2O.mx dokumentiert den Mangel und Überfluss an Wasser in Mexiko-Stadt. Verfügbar auf Google Play und im iTunes-Store. Mehr dazu hier. Außerdem hat die New York Times Rahmen einer neuen Reihe zu den urbanen Problemen in Zeiten des Klimawandels hat einen ausführlichen Bericht  zum Thema veröffentlicht: Hier auf Englisch, hier auf Spanisch.

Aquí nos tocó vivir

In ihrer legendären Sendung Aquí nos tocó vivir besucht die Journalistin und Buchautorin Cristina Pacheco seit genau vierzig Jahren Menschen in Mexiko-Stadt und lässt sie aus ihrem Leben und Alltag erzählen. Für ihren Beitrag zur Erinnerungskultur der Stadt wurde die Serie von der UNESCO ausgezeichnet. In dieser Folge besucht sie eine banda von Straßenmusikern aus dem Stadtteil Chimaluacán, einer kleinen Kolonie von Oaxaqueños in der Megalopolis. Es ist schwer, aus den vielen faszinierenden Folgen eine auszuwählen, aber zum Glück gibt es weitere auf youtube, z.B. hier sämtliche Folgen des Jahres 2016 — ein Einblick in den mexikanischen Alltag, wie man ihn anderswo kaum findet.

Land der Träume

jag2„Mexiko ist ein Traumland… Wer auch nur ein bisschen sensibel ist, spürt das Element des Traums, das mit der Textur der mexikanischen Realität verwoben ist“, schreibt Alejandro Jodorowsky. Wenn der chilenische Filmemacher Mexiko als Traumland bezeichnete, meinte er damit kein Urlaubsparadies, sondern die Tatsache, dass die Mexikaner „das Unbewusste auf der Haut tragen“. Das bezieht sich vor allem auf ihren Glauben an Zauberei und Magie: In jedem Dorf gibt es Heilerinnen, auf jedem Markt Zaubereibedarf, und bis heute gehen viele lieber zum Schamanen als zum Arzt.

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Fiesta de la Candelaria in Tlacotalpan

In Tlacotalpan in Veracruz wird der 2. Februar ganz besonders begangen, denn die Virgen de la Candelaria ist die Patronin der Stadt. Zu diesem Anlass werden die bunten Häuser der Stadt frisch gestrichen, Reiter begleiten die Jungfrau durch die Straßen und Fischer halten eine Prozession auf dem Río Papaloapan ab. Außerdem kommen Hunderte Musiker zum Encuentro de Jaraneros in die Stadt, um der Jungfrau ein Ständchen zu bringen und  ausgiebig zu feiern. Drei Tage lang verwandelt sich die Stadt in einen einzigen Fandango. Für dieses Jahr ist es zu spät, aber wenn Sie sich beeilen, bekommen Sie vielleicht für kommendes Jahr noch ein Hotelzimmer. Weiterlesen „Fiesta de la Candelaria in Tlacotalpan“

Jarochos

Los Vega aus Tlacotalpan, hier im Jardín Centenario von Coyoacán. Nirgends in Mexiko ist die Musikszene lebendiger als in Veracruz.

Tírame una lima, tírame un limón,
Tírame la llave de tu corazón.

Ah, pero si ya la tienes, mi bello Veracruz.

Lichtmess

nino3SE VISTEN NIÑOS DIOS steht auf dem handgemalten Schild – hier werden Jesuskinder eingekleidet. An dem Stand dahinter sitzen, aufgereiht auf kleinen Sperrholzthronen, unterschiedlich große Jesuspüppchen in reich verzierten Häkel- und Seidenkleidchen und recken uns ihre fetten Plastikärmchen entgegen. Strahlend schiebt sich eine kleine pausbäckige Frau in einer bunt bestickten Bluse hinter dem Stand hervor und kommt auf uns zu.

„Habt ihr euren niño dabei?“ fragt sie.

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„Dieses schöne Scheißleben“

Die deutsche Filmemacherin Doris Dörrie hat diesen schönen Film über Frauen im harten Geschäft der Mariachi-Musik gedreht. Hin und wieder öffnet der Kultursender Arte sein Archiv und zeigt den Film im Internet — wenn Sie sich hier registrieren, bekommen Sie beim nächsten Mal vorher eine Nachricht.

Mexiko-Lexikon: El folio

Auswahl_033Tu folio?“ fragt der Riese hinter dem Schalter und klimpert mit seinen Mädchenwimpern.

Folio? Ich sehe Lulú an.

„Die Bearbeitungsnummer. Steht auf deinem Antragsformular.“

Ich klappe die Mappe mit den Unterlagen für die Migra, die berüchtigte Ausländerbehörde auf. Vor drei Wochen war ich schon einmal da und habe meinen Antrag auf eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis eingereicht. Gestern habe ich einen Brief bekommen, dass ich meinen Bescheid abholen kann. Zum Glück habe ich eine Kopie des Antrags dabei. Ich hole sie aus der Mappe und zeige dem Beamten die Nummer.

„Ah“, sagt der Riese. „Das ist deine Eingangsnummer. Ich brauche die Ausgangsnummer.“

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Mexiko-Lexikon: Tú y Usted

Auswahl_029Im Deutschen ist die Sache mit dem Sie und Du glasklar: Wir siezen uns, bis Sie mir eines Abends unter dem Tresen vertraulich zuzwinkern und lallen: »Ich bin übrigens der Alfred.« Dann stoßen wir an und besiegeln eine Blutsbrüderschaft fürs ganze Leben. Zugegeben, auch im Deutschen ist die Sache mit dem Du heute gleichzeitig entspannter und unklarer geworden. Aber so undurchschaubar wie in Mexiko wird es wohl nie werden.

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Lucha Libre

„Wenn Du in den Ring steigst, weiß du nie, was passiert — ob du unverletzt rauskommst, oder ob du im Leichenschauhaus landest.“ (Blu Panter)

„Lucha Libre ist Therapie, Katarsis. Du lässt alles raus, was sich in dir angestaut hat und was du unterdrückt hast.“ (Dos Caras, Luchador)

„Wenn Blu Panter auf seinen Gegner einschlägt, dann ist das nicht Blu Panter, sondern dann bin ich das, der auf seinen Chef, seinen Mitschüler oder seinen Schwiegervater einschlägt. Die Zuschauer versetzen sich in die Rolle des Luchadors und deshalb erkennen sie sich selbst nicht wieder.“ (Julio Cesar Rivera, Journalist)

Doris Dörrie hat in der →ZEIT einen Abend in der Arena México beschrieben.

Gorditos

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Diese zuckersüß dreinblickende junge Dame ist Lulú, die Werbefigur für das gleichnamige Getränk, das in Deutschland Limonade und in Mexiko liebevoll refresquito genannt wird. Trotz dieses unschuldigen Blicks hat die »kleine Lulú«, zusammen mit ihren Verwandten aus USA, mehr Mexikaner auf dem Gewissen als El Chapo.  Weiterlesen „Gorditos“

Zum nächsten Fußballabend: Guacamole

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2 reife Avokados
Saft einer halben Zitrone
Zwiebelwürfel al gusto
gehackte Korianderblätter (so vorhanden)
gehackte Chilischote (so vorhanden)
Salz

Avokado und Zutaten mit einer Gabel zermatschen. Das Ganze auf Tostadas, dazu ein kaltes Bier. Prost!

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